Formaldehyd: Eine Bedrohung ohne Gesicht

Er ist bekannt, ihn trifft man nach wie vor immer noch in vielen Häusern an: Formaldehyd ist seit Jahren ein Begriff, der Menschen immer wieder begleitet. Er dringt hauptsächlich durch Holzwerkstoffe, Farben, Einrichtungsgegenstände, Lacke, Kleber, Reinigungsmittel und Tabakrauch in unsere Innenraumluft. Über Formaldehyd ist sehr viel bekannt. Er steht mittlerweile auf der WHO Liste als gefährlicher Schadstoff. Aus fachlicher Sicht handelt es sich hierbei um eine chemische Verbindung, die auch als Methanal bekannt ist. In winzigen Mengen kommt dieser Stoff auch in den Zellen von Säugetieren vor und demnach auch im Menschen. Nachgewiesen wurde Formaldehyd aber auch in verschiedenen Nahrungsmitteln, zu denen allen voran Äpfel und Weintrauben gehören.

Ursachen der Bedrohung

Zwar handelt es sich bei Formaldehyd um einen körpereigenen Stoff, dennoch ist er schädlich für den Menschen. Bei Formaldehyd kann erst dann von einem Gift die Rede sein, wenn die Menge ausreichend ist. Der Schadstoff kann am einfachsten an seinem süßlich stechenden Geruch erkannt werden. Ansonsten ist Formaldehyd ist ein farbloses Gas, welches als Arbeitsstoff mit krebserzeugender Wirkung eingeordnet wird. Grundlegend kann Formaldehyd ernste gesundheitliche Schäden auslösen. Einem besonderen Risiko sind dabei die Atemwege ausgesetzt. Doch auch Hautreizungen sowie Augenreizungen können die Folgen von Formaldehyd sein.

Chronische Schäden können nicht ausgeschlossen werden

Bei Formaldehyd können chronische Schäden nicht ausgeschlossen werden. Diese drohen vor allem dann, wenn die Menschen über einen langen Zeitraum einer erhöhten Dosis ausgesetzt sind und diese einatmen müssen. Angewendet wird Formaldehyd heute in zahlreichen Bereichen:

So gilt der Stoff als wichtige Grundlage für zahlreiche chemische Verbindungen. Allein in Deutschland werden ca. 600 000 t Formaldehyd jährlich verarbeitet. Es ist immer noch einer der wichtigsten Stoffe in der chemischen Industrie und dient als Ausgangsstoff für Harze, Bindemittel zur Verleimung verschiedener Holzwerkstoffe, Spanplatten und Möbel. Auch in Klebstoffen, Teppichen und Reinigungsmittel ist es enthalten. All diese Stoffe geben Formaldehyd schließlich in geringen Mengen an die Umwelt ab.

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